Theater am Meer – Wilhemshaven

„Honnig in´n Kopp“

Heinz Zomerland / André Gelhart

Die Wilhelmshavener Zeitung titelt heute (4. April 2022): Zutiefst berührendes Ende, das unter die Haut geht – THEATER – Rundum gelungene Premiere der Tragikomödie „Honnig in´n Kopp“ im Theater am MeerDie WZ schreibt, „das Warten … hat sich gelohnt, denn die Aufführung war so großartig, dass sie stehende Ovationen erntete.““Das Publikum wussste schon vorher, dass Till Schweigers Erfolgsfilm „Honig im Kopf“ (2014) auch in der Bühnenversion von Florian Battermann, Niederdeutsch von Frank Gruppe, kein Schenkelklopfer sondern eine Tragikomödie sein würde.“ Zum OPA Amandus schreibt die WZ: „Ihn gibt Heinz Zomerland die überzeugende Mischung aus zunehmender Verwirrung, liebevollem Großvater und grantelndem Alten. Zur THILDA schreibt sie: „Hier glänzt in ihrer ersten Hauptrolle auf großer Bühne die 17-jährige Leyan Besser mal mit anrührender Fürsorge, mal mit bestimmter Ansage, was zu tun ist. Dabei hat sie es selbst nicht ganz leicht, denn zwischen den Eltern knirscht es gerade mächtig.““Im Stück überwiegen die ernsten und auch stillen Momente. Die dann auch mal herzhaft aufgelockert werden, wie beim Arztbesuch, wenn Tierarzt Rosenbach seinen „Kollegen“ (Wolfgang Watty) aufmischt, statt dessen Diagnose zu lauschen.““Ihre Kinderärztin hatte erzählt, wie gut es Alzheimer-Patienten tut, sie an geliebte Orte der Vergangenheit zu bringen. So büxt sie mit Opa aus. Eine verrückte Reise mit Auto und Eisenbahn, bei der sie sich liebevoll um den immer verwirrter werdenden Senior kümmert.““Zwischendurch stranden sie in Südtirol und werden von Putzfrau Asche – Daniela Cordes mit köstlicher Zwischeneinlage: „Flüchtlinge müssen schließlich zusammenhalten!“ – nach Venedig geschleust.“Zum Ende schreibt die WZ: „Auch in einer Tragikomödie kann es kein wirkliches Happyend bei Alzheimer geben, jedoch wie hier ein zutiefst berührendes Ende, das unter die Haut geht. Zumal wenn alles so glaubhaft und lebensnah gespielt wird, wie in dieser rundum gelungenen Inszenierung unter Regie von Elke Münch.“Die nächsten Vorstellungen folgen am 9., 10. und 20. April jeweils um 20 Uhr sowie am 10. April auch um 15.30 Uhr.

Heinz Zomerland / Leyan Besser

Fotos: TaM / Text: Wilhelmshavener Zeitung