Die Niederdeutsche Bühne wagt sich in die düstere Unterwelt und wird für ihren Mut belohnt. Wie die Premiere lief und worauf sich die Besucher der nächsten Aufführungen einstellen können.

Großartig, wie die Niederdeutsche Bühne Nordenham diese Herausforderung gemeistert hat. Die Premiere ihres neuen Stücks „Krabat“ war ein voller Erfolg. Die Stuhlreihen vor der Moorseer Mühle waren am Donnerstagabend bis auf den letzten Platz besetzt. Und nach der Aufführung wollte der Applaus nicht enden.
Echter Hingucker
Das Stück „Krabat“ ist nicht nur außergewöhnlich, sondern auch ein echter Hingucker. Über die Story selbst kann man durchaus geteilter Meinung sein. Als Vorlage diente das gleichnamige Jugendbuch von Otfried Preußler, der sich einst durch die Krabat-Sage der Sorben, einem westslawischen Volksstamm, inspirieren ließ. Für die Bühne wurde sie von Nina Achminow bearbeitet, ins Plattdeutsche von Cornelia Ehlers gefasst und schließlich vom Vareler Theaterregisseur Frank Wittwowski für die Niederdeutsche Bühne ins Jetzt und in die Erwachsenenwelt übertragen. Auch die finster-schmuddelige Atmosphäre am Tor zur Unterwelt mag auf den ersten Blick etwas irritiert haben, doch sie ist perfekt inszeniert.
aus: NWZ Online/Foto und Text: C. Stöckel. INFOS: https://ndb-nordenham.com